Im höheren Lebensalter steigt das Risiko für schwere Infektionnskrankheiten. Deshalb empfielt die STIKO für unsere älteren Patient*innen einige zusätzliche Impfungen. Da es nicht immer leicht ist, den Überblick zu behalten, finden Sie hier zu den empfohlenen Impfstoffen kleine Steckbriefe:
- Pneumokokken
- Hintergrund: Das Risiko für schwere Lungenentzündungen durch Pneumokokken steigt mit zunehmendem Alter.
- Zielgruppe: Alle Patient*innen ab dem 60. Lebensjahr, mit Lungenvorerkrankungen (z.B. Asthma) auch früher
- Impfstoff: Totimpfstoff 1x, keine regelhafte Auffrischungsimpfung
- Wirkung: schwächere Verläufe, weniger Krankenhausaufenthalte
- Herpes Zoster / Gürtelrose
- Hintergrund: Das Windpockenvirus „schläft“ in den Nervenzellen. Mit steigendem Alter, bei Immunschwäche oder Stress kann dann die Gürtelrose ausbrechen.
- Zielgruppe: Alle Patient*innen ab dem 60. Lebensjahr, mit einigen Vorerkrankungen (z.B. Neurodermitis, Nierenschwäche, Immunschwäche oder Diabetes) auch früher
- Impfstoff: Totimpfstoff 2x, Abstand 2-6 Monate
- Wirkung: Gürtelrose tritt seltener auf, schwere Verläufe und Komplikationen wie z.B. anhaltende Nervenschmerzen sind seltener. Erste Studien zeigen Hinweise auf ein reduziertes Herz-Kreislauf-Risiko
- Influenza / Grippe
- Hintergrund: Ausgeprägte Grippewellen, wie z.B. 2025/2026, führen zu vielen Krankenhausaufenthalten und Todesfällen, davon sind besonders ältere Patient*innen betroffen.
- Zielgruppe: Alle Patient*innen ab dem 60. Lebensjahr, mit Lungenvorerkrankungen (z.B. Asthma) auch früher
- Impfstoff: Totimpfstoff jedes Jahr vor Beginn der Grippesaison, ungefähr ab Oktober
- Wirkung: schwächere Verläufe, weniger Krankenhausaufenthalte
- RSV
- Hintergrund: RSV betrifft vor allem kleine Kinder und führt dort zu Bronchienentzündungen. Auch bei älteren Patient*innen steigt das Risiko für schwere RSV-Infektionen.
- Zielgruppe: Alle Patient*innen ab dem 75. Lebensjahr, Heimpatient*innen ab dem 60. LJ, Patient*innen mit schweren Vorerkrankungen (z.B. Diabetes, Herzschwäche, Nierenschwäche) auch früher nach individueller Beratung
- Impfstoff: 1x Totimpfstoff im September oder Oktober, keine Auffrischung
- Wirkung: schwächere Verläufe, weniger Krankenhausaufenthalte
Buchen Sie zur Impfberatung gerne einen gesonderten Termin oder bringen Sie den Impfpass einfach zum Arzttermin mit. Bei Fragen sprechen Sie unsere Ärztinnen und Ärzte gerne an.